Tour de Lack – Berufsausbildung mit Aussicht

12. Oktober 2012

Dritte Etappe der Tour de Lack bei Herkules: 13 Berufsschüler haben sich bei der Station in Kassel einen Einblick über die Produktion von Hebebühnen und den Einsatz moderner IR-Technik verschafft.


Technik für Menschen – so lautet die Firmenphilosophie des Werkstattausrüsters Herkules. Gleichzeitig war das Motto auch ein Versprechen an angehende Lackierer. „Uns ist es wichtig, dass künftige Fachkräfte aus der Region erfahren, was den Beruf des Fahrzeuglackierers ausmacht“, betonte Bernd Hoffmann, Vertriebsleiter und Prokurist bei Herkules Hebetechnik in Kassel. Hier fand die dritte Etappe der Tour de Lack statt. Eine Initiative von Herkules, SATA und Spies Hecker, die junge Auszubildende über Berufschancen als Fahrzeuglackierer informiert.

Hebebühnen in Lackier- und Karosseriebetrieben, Waschgeräte für Spritzpistolen, Absauganlagen für Schleifstaub oder Infrarot-Trockensysteme – im hessischen Kassel kamen 13 Azubis des ortsansässigen Bildungszentrums zusammen, um die Herstellung dieser Produkte zu erleben. Uwe Schneider, Projektleiter bei Herkules, führte die Jugendlichen durch die Produktionshallen des Ausrüsters und beantwortete Fragen zu Abläufen und Montagen moderner Werkstattausrüstung.

Fortschritte erkennen

„Die Bedienung moderner Maschinen und der Umgang mit neuen Technologien kommen in der Ausbildung zum Fahrzeuglackierer oft zu kurz“, wusste Dietmar Rausch, Botschafter der Ausbildungsinitiative und Leiter des Spies Hecker Training Center. Daher präsentierte Kenneth Lundin, Produktmanager Hedson Technologie IRT Systems, im Rahmen der Tour de Lack die neuesten Entwicklungen der Infrarottrocknung. Von der Trocknung in der Arbeitsvorbereitung bis hin zum Finish: Neben der Werksbesichtigung wurden die Berufsschüler intensiv über die moderne, energieeffiziente Infrarot-Technik in allen Bereichen der Unfallreparatur informiert. „Bei stetig aufkommenden Innovationen in unserer Branche lohnt sich der Blick über den Tellerrand“, betonte Bernd Hoffmann von Herkules. „Wir haben bei der Etappe hier in Kassel Technik zum Anfassen gezeigt. Anders als im Lehrbuch können die Jugendlichen hier sehen, wie technische Ausrüstung entwickelt, gebaut und angewendet wird.“

Erfolgsaussichten nach der Ausbildung

Höhepunkt der dritten Etappe war die Besichtigung des IDENTICA Karosserie- und Lackierfachbetriebes Sonnenberg in Kassel. Hier erfuhren die Jugendlichen, welche Möglichkeiten die Ausbildung zum Fahrzeuglackierer bietet. Jörg Sonnenberg, Inhaber des Betriebes, stellte den Azubis sein Unternehmen vor und hob die Attraktivität des Berufsbilds hervor. „Besonders für motivierte und leistungsstarke Jugendliche ist es wichtig, dass sie auf ihre Chancen aufmerksam gemacht werden.“ Die jungen Azubis waren beeindruckt über den Weg von Jörg Sonnenberg, der als Fahrzeug- und Karosseriebaumeister erst vor kurzem das Unternehmen übernommen hat.

Die zahlreichen beruflichen Perspektiven waren im Anschluss an den Betriebsbesuch auch Thema im Gespräch mit Dietmar Rausch. Der Leiter des Spies Hecker Training Center verdeutlichte den Berufsschülern, welches Potential in der Ausbildung steckt. „Wir setzen uns für die Jugendlichen ein und wollen mit unserer Initiative vor allem eins aufzeigen: Dass der Beruf Spaß bringt und Zukunft hat.“ „Seid engagiert und bereit immer weiter zu lernen“, gab Dietmar Rausch den Lehrlingen mit auf den Weg. Vom Arbeiten in der Industrie über die Weiterbildung bis hin zum eigenen Betrieb – „Die Ausbildung zum Fahrzeuglackierer ist der Start in die Zukunft!“

 

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