Standox Seminar: Fehler bei schwierigen Sonderlackierungen vermeiden

29. April 2016

 

Beim Seminar „Fahrzeug-Sonderlackierung“ bot die Wuppertaler Reparaturlackmarke Standox ihren Kunden im hauseigenen Trainingscenter kürzlich einen breiten Überblick über die Palette außergewöhnlicher Lackierungen. In Theorie und Praxis lernten die teilnehmenden Lackierer und Fachleute drei Tage lang den richtigen Umgang mit schwierigen Mehrschichtern, eingefärbten Klarlacken sowie Mattlacken.

Die Entwicklung komplizierter Lackvarianten hat in den vergangenen Jahren Fahrt aufgenommen. Je ungewöhnlicher desto besser, lautet die Devise der Hersteller. Diese Entwicklung stellt Lackierwerkstätten vor die Herausforderung, immer up-to-date sein zu müssen. „Wir wollen unseren Teilnehmern einen sicheren Umgang mit komplexen Nuancen vermitteln. Dabei ist wichtig, ihnen bewusst zu machen: Sonderlacke erfordern besondere Aufmerksamkeit und zwar bereits bei der Farbtonermittlung“, erläutert Kursleiter Mathias Glawe, Standox Training Specialist. Manchmal könne man nicht vermeiden, mehrere Farbmuster zu erstellen, so Glawe weiter. Entsprechend viel Zeit nimmt er sich für die Teilnehmer.

Am Tag des Seminars erörtern die Teilnehmer mögliche Fehlerquellen, Mischverhältnisse und die wichtigsten Schritte bei der Farbtonangleichung ­– angefangen bei der Farbtonbestimmung mit dem Farbtonmessgerät Genius iQ bis hin zur Wahl des richtigen Glanzgrades bei Mattlacken. Der Rest des Seminars ist praxisorientiert. Insgesamt acht verschiedene Sonderfarbtöne stehen auf dem Programm, von Drei-Schicht-Lackierungen wie Pearl White und Alubeam bis hin zur inoffiziellen Königsdisziplin ­– dem Lackieren eines komplizierten Vierschichters. Dabei vermittelt Glawe den Teilnehmern, wie wichtig es ist, bei der Farbtonangleichung sorgfältig vorzugehen und eine glatte, trockene, stabile und deckende Oberfläche zu schaffen.

Seminar Fahrzeug-Sonderlackierung

Das Interesse der Kursteilnehmer ist groß, denn gerade bei den kompliziertesten Tönen kommen die Betriebe bereits leichte Fehler teuer zu stehen. Umso besser, wenn die Lackierer den Umgang mit den Sonderlacken schon geübt haben, bevor sie sie bei einem Kundenfahrzeug anwenden. „Lackierer sollten meiner Ansicht nach regelmäßig weitergebildet werden – das ist eine Sache der Weitsicht“, findet Robert Vukelic, Anwendungstechniker beim Standox Großhändler Autolack Burmeister GmbH & Co. KG in Worms. Deswegen kommt er mit seinen Kunden regelmäßig nach Wuppertal. „Das Handwerk entwickelt sich schnell weiter, am laufenden Band kommen neue Farbtöne. Die Lackierbetriebe profitieren immens davon, wenn Lackierer die Chance bekommen, hier zu üben, wo Fehler vorkommen dürfen“, erklärt er weiter. Bereits beim Lackieren von Alubeam sieht er sich bestätigt: Nachdem die Teilnehmer eine Motorhaube gefüllert und den Grundton lackiert haben, zeigen sich feine Riefen im Lack.

„Die meisten Farbtöne verzeihen leichte Ungenauigkeiten beim Schleifen des Füllers. Doch Alubeam zeichnet sich durch feinste Bronzen aus, die den typischen Liquid-Metal-Effekt entstehen lassen. Diese setzen sich in jede noch so kleine Rille und entlarven fehlerhafte Vorarbeit sofort“, so Glawe. Zeigt sich solch ein Lackierfehler auf einem Kundenfahrzeug, muss die gesamte Lackschicht abgetragen und der Lackiervorgang wiederholt werden – im Seminar hingegen verdeutlicht der Faux-pas eindrucksvoll: Wer nicht perfekt vorbereitet, kann nicht perfekt abschließen.

Mattlackierung

Das Spektrum der Kursinhalte ist breit: Ob es darum geht, neue Lackkonzepte wie den Basecoat Special Effect Mix 288 Sparkling Crystal mit „Glassflake“-Pigmenten oder die neue Strukturlackierung des Peugeot 208 kennenzulernen, Stippenbildung durch Overspray zu vermeiden oder den richtigen Farbton durch einen Durchschliff bis zum Grundton zu ermitteln – der Trainingsleiter vermittelt seine Kenntnisse anschaulich und beantwortet die Fragen der Kursteilnehmer ausführlich. „Ich habe so viele große und kleine Dinge dazugelernt, für mich hat sich die Teilnahme in jedem Fall gelohnt“, meint Ronald Hähle, Kfz-Lackierer bei der Penninger GmbH in Heidelberg. „Wenn ich nach diesem Seminar typische Fehler vermeiden kann, sei es auch nur bei zwei oder drei Lackieraufträgen, dann spart unser Betrieb dadurch bares Geld“.

Im Standox Trainingscenter bietet die Wuppertaler Lackmarke regelmäßig Schulungen zu Sonderlackierungen und weiteren Themen. Informationen zum Seminarprogramm erhalten interessierte Betriebe bei ihrem zuständigen Standox Fachberater.

Über Standox

Standox, eine globale Reparaturlackmarke von Axalta Coating Systems, unterstützt seine Kunden mit Produkten in Premiumqualität und umfassender Beratung, um beste Ergebnisse zu erreichen. Als eine der führenden europäischen Reparaturlackmarken bietet Standox aus Wuppertal, Deutschland, innovative Produktsysteme, präzise Farbtongenauigkeit und überlegene Lacktechnologie. Mit Freigaben namhafter Fahrzeughersteller empfiehlt sich Standox darüber hinaus als ein führender Partner der Automobilindustrie. So hilft Standox professionellen Lackierbetrieben, auf Anhieb ein passendes Reparaturergebnis zu erzielen.

 

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