Standox – Praxistipp zur persönlichen Schutzausrüstung bei Lackierarbeiten

2. Juli 2015

Praxistipp zur persönlichen Schutzausrüstung bei Lackierarbeiten

Dank der internationalen VOC-Richtlinien sind viele potenziell schädliche Substanzen aus modernen Lackprodukten entweder ganz verschwunden oder deutlich reduziert worden. Dennoch: Bei der Arbeit mit Lacken sollte das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung im Interesse der eigenen Gesundheit eine Selbstverständlichkeit sein. Denn nur so verhindert man, dass solche Substanzen über Atemwege, Haut und Augen in den Körper gelangen. Harald Klöckner, Leiter Training Standox EMEA, gibt Tipps.

Foto-Praxistipp-Schutzausruestung

Tipp 1: Machen Sie sich klar, dass Sie mit Chemikalien hantieren.

Das Gesundheitsrisiko, das bei der Verarbeitung von Lackprodukten besteht, wird sogar von erfahrenen Reparaturprofis oft unterschätzt. Viele haben noch die Zeiten vor Augen, als man es mit der Schutzkleidung in der Lackierkabine noch nicht so genau nahm. Gerade sie sollten sich klarmachen: Sie hantieren mit chemischen Substanzen, die so wenig wie möglich mit dem Körper in Verbindung kommen sollten. Nehmen Sie das gesundheitliche Risiko nicht auf die leichte Schulter!

Tipp 2: Legen Sie immer die empfohlene und komplette Ausrüstung an.

Persönliche Schutzausrüstung Schutz bei Vor- und Nacharbeiten, beim Ausmischen und natürlich beim Lackieren bietet eine Ausrüstung aus Overall, Handschuhen, Schutzbrille, Sicherheitsschuhen und einem Atemschutz, der vor Partikeln sowie organischen Gasen und Dämpfen schützt. Insbesondere beim Einsatz von pneumatisch oder elektrisch betriebenen Maschinen gehört auch der Gehörschutz zur Ausrüstung. Beachten Sie bei jedem Produkt die Anwenderinformationen und Schutzhinweise. Lassen Sie niemals Teile der Ausrüstung weg, auch dann nicht, wenn es mal schnell gehen muss!

Tipp 3: Schützen Sie sich schon vor dem Lackieren.

Beim Thema Gesundheitsgefährdung denken viele Lackierer zuerst an die Arbeit in der Kabine. Das ist verständlich – doch falsch. Lackierer sollten sich schon bei den vorbereitenden Tätigkeiten schützen. Legen Sie beim Schleifen auf jeden Fall einen geeigneten Atemschutz an. Er verhindert, dass Sie mikroskopisch kleine Staubteilchen einatmen, die bei jedem Schleifvorgang in die Umgebungsluft geraten. Auch beim Mischen des Lacks ist ein Atemschutz in jedem Fall empfehlenswert.

Tipp 4: Haubenmasken schützen am besten.

Der Atemschutz ist für Lackierer besonders wichtig. Für das Arbeiten in der Lackierkabine empfehlen die Profis von Standox Vollmasken, die das Gesichtsfeld vollkommen abdecken. Sie sind entweder mit einer Aktivkohlefiltereinheit bestückt oder fremdbelüftet. Das bedeutet, dass der Lackierer unabhängig von der Umgebungsluft über einen Schlauch mit Atemluft versorgt wird. Diese Haubengeräte haben den Vorteil, dass sie leicht sind und man darin keinen Widerstand beim Ein- und Ausatmen verspürt. Sie können daher ohne Tragzeitbegrenzungen eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil: Sie schützen nicht nur die Atemwege, sondern auch Augen, Gesichtshaut und Haar. Halbmasken sind praktisch, bieten aber weniger Schutz. Hier darf man nicht vergessen, je nach Arbeitsgang eine zusätzliche Schutzbrille aufzusetzen.

Tipp 5: Achten Sie stets auf den tadellosen Zustand Ihrer Ausrüstung.

Halten Sie Ihre Schutzausrüstung immer in einwandfreiem Zustand. Lassen Sie Löcher, defekte Verschlüsse oder andere Schäden umgehend ausbessern oder tauschen Sie schadhafte oder alte Komponenten komplett aus. Achten Sie beispielsweise darauf, den Aktivkohlefilter – sofern vorhanden – regelmäßig auszuwechseln. Auch bei der Aufbewahrung der Schutzausrüstung ist Sorgfalt gefragt. Insbesondere Masken sollten an einem sauberen und vor Staub und Lösemitteldämpfen geschützten Ort aufbewahrt werden. Legen Sie sie nicht offen neben das Verdünnungsbecken oder in den Mischraum, sonst sättigen sich die Aktivkohlefilter durch die Schadstoffe aus der Umgebungsluft und schützen nur noch bedingt.

Tipp 6: Seien Sie ein Vorbild.

Seien Sie Vorbild beim Arbeitsschutz und sensibilisieren Sie auch Ihre Kollegen dafür. Nichts führt in einer Werkstatt schneller zu gefährlichen Nachlässigkeiten als ein Kollege (oder gar der Chef!), der sich nicht an die Regeln hält. Darum sollte es in jeder Werkstatt zum guten Ton gehören, dass das Thema Arbeitssicherheit in regelmäßigen Abständen angesprochen wird und Verstöße konsequent unterbunden werden.

Ausführliche Hinweise zu diesem Thema finden Sie in den Technischen Datenblättern. Darüber hinaus bietet Standox den Partnerbetrieben im Rahmen des Consulting-Angebots gezielte Beratungen zum Thema Sicherheit, Gesundheit und Umwelt an. Wenden Sie sich für weitere Informationen an Ihren Fachberater.

Über Standox

Standox, eine globale Reparaturlackmarke von Axalta Coating Systems, unterstützt seine Kunden mit Produkten in Premiumqualität und umfassender Beratung, um beste Ergebnisse zu erreichen. Als eine der führenden europäischen Reparaturlackmarken bietet Standox aus Wuppertal, Deutschland, innovative Produktsysteme, präzise Farbtongenauigkeit und überlegene Lacktechnologie. Mit Freigaben namhafter Fahrzeughersteller empfiehlt sich Standox darüber hinaus als ein führender Partner der Automobilindustrie. So hilft Standox professionellen Lackierbetrieben, auf Anhieb ein passendes Reparaturergebnis zu erzielen.

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