Schalter umlegen, Energiekosten sparen

9. Oktober 2015

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Wärme, Druckluft, Beleuchtung, Lackierkabine: All das sorgt in einem Karosserie- und Lackierbetrieb für hohe Zählerstände.  Bastian Bultink, Mitinhaber der IDENTICA Bultink GmbH, hat Anfang dieses Jahres den Schalter umgelegt, um Energiekosten dauerhaft zu senken: mit einem Blockheizkraftwerk.  

Bereits 2013 hat Bastian Bultink begonnen, seinen Betrieb energetisch zu sanieren: „Die Fassade des Gebäudes wurde zur besseren Dämmung mit Alu verkleidet. Außerdem haben wir die Hallendächer neu gedeckt und bei dieser Gelegenheit gedämmt“, berichtet er. Im nächsten Schritt ließ er die veraltete Hallenheizung abreißen und durch Kassetten mit Heißwasser ersetzen. Diese sind an das neu errichtete Blockheizkraftwerk angeschlossen. Seit April dieses Jahres ist die Anlage in Betrieb.

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Prozesswärme effektiv nutzen

Das Blockheizkraftwerk im Betrieb Bultink wird mit Gas betrieben. Dieses treibt einen Motor an und erzeugt dadurch Strom, der zu einem bestimmten Prozentsatz in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Bei der Stromerzeugung entsteht als Abfallprodukt Wärme. Diese wird im Betrieb Bultink zum Heizen der Hallen, für die Prozesswärme an den Vorbereitungsplätzen sowie in den Kombi-Boxen und den Trocknern in der Lackierkabine genutzt. „Dazu war ein Umbau der Kabinen erforderlich, damit die Technik problemlos daran angeschlossen werden konnte“, erklärt der Betriebsinhaber. Zusätzlich werden mit der anfallenden Wärme auch die Büros bei IDENTICA Bultink geheizt und die Warmwasserversorgung auf dem gesamten Gelände sichergestellt.

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Planung bis ins Detail

Für das Blockheizkraftwerk hat Bastian Bultink einen 10.000 Liter-Wasser-Tank in seinen Betrieb eingebaut. „Wichtig ist, bereits bei der Planung des Blockheizkraftwerkes zu wissen, wieviel Wärme und wieviel Energie im Unternehmen benötigt wird. Dementsprechend groß muss der Tank sein“, unterstreicht Bastian Bultink. „Wichtig ist: die Prozesswärme muss immer genutzt werden, damit die Anlage effizient arbeitet. Daher läuft das Blockheizkraftwerk das ganze Jahr über, auch im Sommer“, erklärt der Betriebsinhaber.

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Geld verdienen mit dem Blockheizkraftwerk

Laut Herbert Prigge von der bpr Mittelstandsberatung, der Betrieben im Zuge der Energiesanierung als Experte zur Seite steht, amortisiert sich ein Blockheizkraftwerk bereits nach rund zehn Jahren. Beim Betrieb Bultink sind es nach eigenen Angaben bereits fünf bis sechs Jahre, da die  Heizanlage eh erneuert werden musste. Doch bereits jetzt, rund ein halbes Jahr nach der Inbetriebnahme, zeigt sich: Der Wert der Energie, die durch das Blockheizkraftwerk gewonnen wird, ist höher als die Ausgaben für die Anlage. „Wir verdienen somit bereits jetzt Geld mit dem Blockheizkraftwerk“, berichtet Bastian Bultink.

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Energieberater unterstützt

Im Rahmen der Planung hat der Betriebsinhaber verschiedene Fördermittel zur Finanzierung des Blockheizkraftwerkes in Anspruch genommen. Unter anderem eine Förderung des Pufferspeichers und einen KWK-Zuschlag je Kilowattstunde Erdgas. „Wichtig ist, dass der Betriebsinhaber bereits während der Planungsphase einen Energieberater heranzieht, der fachkundige Tipps gibt und bei den Förderanträgen den Überblick behält. Allein hätte ich das im Werkstattalltag kaum geschafft“, betont Bastian Bultink abschließend.

 

Fördermittel für Betriebe:

Für die Anschaffung:

  • KfW-Darlehen und Zuschüsse
  • BAFA-Förderung

Für den Betrieb der Anlage:

  • Einspeisevergütung für erzeugten Strom nach Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz
  • Einspeisevergütung nach Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Zusätzlich sind in den einzelnen Bundesländern Förderungen für Blockheizkraftwerke möglich.

 

Mehr Informationen über IDENTICA erhalten Sie im Internet unter www.identica.de

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