PaintExpo, 4. Internationale Leitmesse für industrielle Lackiertechnik 2012

14. November 2011

PaintExpo, 4. Internationale Leitmesse für industrielle Lackiertechnik vom 17. bis 20. April 2012 in Karlsruhe

Oberboihingen – Sowohl bei inhouse lackierenden Unternehmen als auch bei Lohnbeschichtern steht die Erhöhung der Energie- und Materialeffizienz von Lackierprozessen ganz oben auf der Prioritätenliste. Lösungen dafür präsentiert die PaintExpo, auf deren Ausstellerliste neun Monate vor Messebeginn schon rund 230 Unternehmen (Stand 27. Juni 2011) zu finden sind. Das Ausstellungsspektrum der internationalen Leitmesse für industrielle Lackiertechnik, die vom 17. bis 20. April 2012 auf dem Messegelände Karlsruhe stattfindet, reicht von der Vorbehandlung bis zur Qualitätskontrolle.

Unabhängig davon, in welchem Industriebereich Metalle, Kunststoffe, Glas, Holz und Holzwerkstoffe oder andere Materialien zu beschichten sind – die Forderung lautet branchenübergreifend verbesserte Effizienz bei gleichzeitig erhöhter Qualität und Umweltverträglichkeit. Erhöhung der Flexibilität ist ein weiteres Thema, das lackierende Unternehmen bewegt. Zum einen geht es dabei um die in vielen Bereichen kleiner werdenden Losgrößen. Zum anderen sind Lackieranlagen gefragt, die sich flexibel erweitern lassen und verschiedene Prozesse abbilden können.
Lösungen für diese Herausforderungen finden inhouse-lackierende Unternehmen und Lohnbeschichter auf der PaintExpo vom 17. bis 20 April 2012 auf dem Messegelände Karlsruhe. Denn schon jetzt haben sich rund 230 Unternehmen (Stand 27. Juni 2011) aus 17 Ländern für die Teilnahme an der internationalen Leitmesse für industrielle Lackiertechnik entschieden. Sie kommen aus den Bereichen Anlagen- und Applikationstechnik, Lacke, Trocknungs- und Vernetzungssysteme, Transportsysteme, Automatisierungslösungen und Lackierroboter, Vorbehandlung, Test- und Messtechnik, Qualitätskontrolle, Umwelt- und Filtrationstechnik, Zubehör, Verbrauchsmaterialien, Dienstleistungen und Entlacken – darunter nahezu alle Markt- und Technologieführer. Dadurch wird die kommende Veranstaltung nicht nur mit dem weltweit größten Angebot für das Nasslackieren, Pulverbeschichten und Coil Coating aufwarten, sondern in allen Ausstellungssegmenten innovative Entwicklungen und neue Trends vorstellen.

Lackier- und Beschichtungsprozesse optimieren
Um Energie- und Materialverbrauch zu reduzieren, gehen die Bestrebungen bei der Beschichtung von Bauteilen aus Metall und Kunststoff in verschiedenen Industriebereichen zur Einsparung von Lackierschritten. Eine Lösung dafür stellen so genannte primer- oder füllerlose Nasslacksysteme dar. Sie ermöglichen es, den klassischen Dreischichtaufbau aus Grundierung, Basis- und Klarlack durch einen Zweischichtlackierung zu ersetzen. Verbunden damit sind höhere Anforderungen an die Qualität der Substratoberfläche beziehungsweise an die Vorbehandlung. Apropos Vorbehandlung, hier lässt sich insbesondere für die Reinigung von Kunststoff-Bauteilen eine gewisse Tendenz zur CO2-Schneestrahltechnik erkennen. Dies liegt nicht zuletzt an den Einsparungen von bis zu 50 Prozent bei den Investitions-, bis zu 20 Prozent bei den Betriebskosten und bis zu 80 Prozent bei der erforderlichen Fläche im Vergleich zu Powerwashsystemen. Bei metallischen Substraten zeichnet sich ein Trend weg von der konventionellen Zink- und Eisenphosphatierung hin zu nano-basierten Vorbehandlungssystemen ab. Gründe dafür liegen einerseits in der höheren Umweltverträglichkeit dieser Verfahren. Andererseits lässt sich die Vorbehandlung bei niedrigeren Temperaturen beziehungsweise Raumtemperatur durchführen, woraus ein reduzierter Energieverbrauch resultiert.
Bei Lacken spielt die Nanotechnologie ebenfalls eine immer größere Rolle, darunter auch Nano-Solgel-Verfahren. Ein Einsatzbereich dieser Lacksysteme ist beispielsweise die Applikation einer transparenten, hochkratzfesten Schutzschicht auf glanz-eloxierte Aluminium-Zierteile. Die Bedeutung der UV-Lacke nimmt ebenfalls weiter zu – sowohl bei der Lackierung von Kunststoff- als auch von Metallsubstraten. Im Segment der lösemittelbasierten Lacksysteme geht der Trend zu einem immer höheren Festkörpergehalt, um den Lösemittelanteil weiter zu reduzieren.
Eine Voraussetzung für Materialeinsparungen ist eine optimierte Applikationstechnik, die einen möglichst hohen Auftragswirkungsgrad gewährleistet. Dies ermöglichen Lackierpistolen und Hochrotationszerstäuber mit einem an die Werkstückgeometrie angepassten Spritzstrahl. Noch effektiver arbeiten elektrostatische Applikationsverfahren, die bei der Verarbeitung von Hydrolacken eine Potenzialtrennung erforderlich machen. Neue, direkt am Roboterarm platzierte Potenzialtrennsysteme minimieren nicht nur die Lackverluste und den Spülmitteleinsatz, sondern auch die Farbwechselzeiten. Der Einsatz von Lackierrobotern, die inzwischen „von der Stange“ zur Verfügung stehen, trägt durch den gezielten Auftrag und die Verringerung von Ausschuss und einer insgesamt verbesserten Qualität zu Lackeinsparungen bei. Weiterer Ansatzpunkt zur Senkung des Materialverbrauchs und höherer Flexibilität ist eine intelligente Lacklogistik mit Lackversorgungssystemen. So ermöglicht beispielsweise die Molchtechnik, nicht verarbeiteten Lack aus den Leitungen zurückzugewinnen oder genau definierte Lackmengen zur Applikationstechnik zu fördern.

Nachgelagerte Schritte integriert
Bei Lohnbeschichtern zeichnet sich auch der Trend ab, dass die Kennzeichnung der lackierten/beschichteten Teile im Haus erfolgt. Kein Wunder, spart dies doch Zeit, Kosten und Ressourcen. Die PaintExpo stellt dafür entsprechende Tampon- und Siebdrucksysteme sowie Laserbeschriftungsgeräte vor. Verpackungsmaterial für den sicheren und geschützten Transport der Bauteile findet sich ebenfalls im Ausstellungsportfolio.
Weitere Informationen und das vorläufige Ausstellerverzeichnis unter www.paintexpo.de

 

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