Klarlacke „mit Zerrung“? Klarlacke im Winter.

6. November 2012

Der Praxistipp von Sascha Pfeffer, Leiter Produkt Management Standox Deutschland.
Sportler wärmen sich vor dem Wettkampf auf. Autofahrer wissen, dass Motorenöl im Winter zähflüssiger wird.

Ähnlich verhält es sich mit Klarlacken und Härtern. Auch sie werden in der kalten
Jahreszeit bei falscher Lagerung dickflüssiger. Perfekte Oberflächen-Ergebnisse sind mit kaltem Lackmaterial jedoch nahezu unmöglich. So wie ein Sportler keine Höchstleistung erzielt, wenn er sich nicht aufgewärmt hat. Da ist eine Zerrung vorprogrammiert.

Mit welchen Tipps Sascha Pfeffer, Leiter Produkt Management Standox Deutschland, auch im Winter perfekte Lackierergebnisse erzielt, lesen Sie hier: Beim Spritzen sollte das Lackmaterial ca. 20 bis 25°C warm sein. So ist eine optimale chemische Reaktion zwischen Klarlack und Härter sichergestellt. Chemische Reaktionen laufen bei Wärme wesentlich besser ab als bei frostigen Bedingungen.

Das ist der Grund warum Sie Ihre Trockenkabine aufheizen. Das gilt in gleicher Weise auch für die Untergründe. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass die Karosserie nicht zu kalt ist, bevor der Lack aufgetragen wird. Ein zu kalter Untergrund ist nachteilig für den Verlauf und das Oberflächenresultat.

Unsere Labors müssen, um eine gleichbleibende Qualität sicherzustellen, alles bei standardisierten Bedingungen testen. Das gleiche gilt für unsere Produktion, die unsere Klarlacke mit einer definierten Viskosität (Fließfähigkeit) ausliefert. Wir wissen, dass in den Fachbetrieben nicht immer unsere „tollen“ Laborbedingungen
herrschen.

Zwar sind unsere Produkte relativ robust. Aber gewisse Mindestbedingungen müssen Sie als Fachbetrieb sicherstellen, um Reklamationen zu vermeiden. Ideal ist die Lagerung und Verarbeitung bei ca. 20°C. Kommt Ihnen nun das Produkt beim Anmischen zu zähflüssig vor?

Und das, obwohl Sie alles richtig gemacht haben? Dann prüfen Sie, welche Temperatur Ihr Material hat. Oftmals ist es zu kalt. Falsch wäre es jetzt das Material zu verdünnen, um die gewünschte Dünnflüssigkeit zu erreichen. Dies schadet nicht nur der Umwelt und Ihrem Geldbeutel. Auch das Ergebnis wird Sie nicht erfreuen. Es kommt zu Orangenhaut und anderen Verlaufsstörungen. In der Folge beschichtet der Lackierer weiter, um einen glatten Verlauf zu erzielen. Damit verschlimmbessert er die Lackierung: Es kommt zu Überbeschichtungen, die wiederum Kocher und Läufer zur Folge haben können … und mitunter folgenschweren Reklamationen!

Im Lackierbetrieb finden Sie immer geeignete Maßnahmen, das Lackmaterial ausreichend zu temperieren und Ihre Qualität zu optimieren. So könnten Sie zum Beispiel Ihren Tagesbedarf an Klarlack und Härter bereits am Vorabend in die noch warme Lackierkabine zu stellen. Dann können Ihre Mitarbeiter am nächsten Tag gleich mit perfekten Materialbedingungen starten.

So haben Sie eine gute Reaktivität des Lackes sichergestellt und das Material verläuft optimal auf dem Fahrzeug. Standox zählt zu den europaweit führenden Anbietern von Autoreparaturlacken. Das Unternehmen mit Sitz in Wuppertal, Deutschland, bietet weltweit innovative und umweltgerechte Produktsysteme und Technologien in Premium-Qualität sowie praxisgerechte Beratungspakete. Mit Freigaben aller namhaften Fahrzeughersteller empfiehlt sich Standox darüber hinaus als führender Partner der Automobilindustrie. So bürgt der Name Standox bei professionellen Lackierbetrieben für ein jederzeit perfektes Ergebnis.

 

Quelle: Standox.de

 

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