Industriequalität für das Handwerk

11. Juli 2012

Dynabrade feiert 40 Jahre Präsenz in Deutschland mit einer Marktoffensive

Mit dem US-amerikanischen Unternehmen Dynabrade verstärkt ein internationaler
Marktführer im Bereich druckluftbetriebener Schleifgeräte sein
Engagement auf dem deutschen Autoreparaturmarkt.
Gegründet wurde Dynabrade 1969 in Buffalo, New York. Entwickelt
und hergestellt werden die Dynabrade-Produkte in den USA. Die wichtigsten
Aspekte dabei sind Qualität, Arbeitsschutzund Ergonomie.

 

Neben der Automobilserie beliefert Dynabrade die holzverarbeitende Industrie, die Luftund
Raumfahrtindustrie, Hersteller von Schienenfahrzeugen, die Schiffsbauindustrie
und Verarbeiter von Kunstund Verbundwerkstoffen. Seit 1987 hat das bis heute inhabergeführte Unternehmen eine europäische Niederlassung
in Luxemburg. Dort sitzen Vertrieb, Marketing, Verwaltung und Logistik für
Europa, Afrika sowie den Mittleren und Nahen Osten.

 

Walter Welsch Firmen Gründer

Walter Welsch Firmen Gründer

 

In Deutschland ist man seit 1972 mit Geräten am Markt, der Fokus
lag hier aber eher auf der Automobilindustrie. Sein 40-jähriges Jubiläum
in Deutschland möchte Dynabrade 2012 mit einer Offensive auf dem deutschen
Automotive-Markt feiern. Wir sprachen mit Ron van Glabbeeck, der bei
Dynabrade das europäische Autoreparaturgeschäft leitet, und Igor Pavlovic,
Marktleiter Zentraleuropa.

Herr van Glabbeeck, Herr Pavlovic, Dynabrade bezeichnet sich als Marktführer
für druckluftbetriebene Schleifwerkzeuge und feiert 2012 40-jährige
Marktpräsenz in Deutschland. Dennoch dürften viele Reparaturlackierer
in Deutschland den Dynabrade-Geräten bislang nicht begegnet sein. Wie passt das zusammen?

Es ist richtig, dass der Autoreparaturmarkt bislang nicht sehr offensiv bearbeitet
wurde. Ganz anders sieht es dagegen in der Automobilserie aus. Wir sind
mit Systemlösungen in praktisch allen Automobilwerken und auch bei den Zulieferern
präsent. Dabei bieten wir Lösungen vom Entgraten der Rohkarosserie
bis hin zum so genannten „End of the line“-Finish.

Was unterscheidet Ihre Industrie von den Reparaturprodukten?

Im Grunde nichts – und das ist ein großer Vorteil. Die Ansprüche an Maschinen
sind in der Automobilindustrie extrem hoch. Die Einsatzzeiten sind deutlich
länger als im Handwerk, damit sind die Anforderungen an die Ergonomie
sehr hoch. Ebenfalls wichtig ist ein hoher Servicegrad. Schließlich ist es in der
Industrie ganz wichtig, dass kein Maschinenausfall auftritt. Das erreichen
wir einerseits durch sehr robuste und langlebige Geräte, andererseits durch
sehr schnelle Reparaturlösungen. So kann bei vielen Geräten innerhalb von
nur fünf Minuten ein „Drop-in“- Austauschmotor eingesetzt werden. Darüber hinaus ist unser Reparatur-Center in Deutschland in der Lage, innerhalb von
72 Stunden nach der Auftragsfreigabe zu reparieren.

Das heißt, es gibt bei Schleif- und Polierlösungen einen Know-how-Transfer
von der Industrie zum Handwerk?

Das kann man so sagen; wir bieten Industriequalität für das handwerklich
orientierte Automotive-Segment. Ganz wichtig dabei ist der Systemgedanke. In
der Industrie wurden vom Lieferanten schon früh keine Einzelprodukte, sondern
Komplettlösungen eingefordert. Dabei stehen Qualität, Schnelligkeit und
Prozesssicherheit im Vordergrund. Ein gutes Beispiel für solch eine Lösung ist
unser einstufiges Poliersystem, mit dem wir an vielen Linien in der Serie vertreten
sind. Die Maschine bildet hier mit Pad und Politur eine Einheit, und darauf
basiert der effiziente Prozess, der letztlich entwickelt wurde.

Kommen wir von der Industrie zum Reparaturhandwerk; wie erreichen Sie
mit Ihren Lösungen die Kunden in diesem Segment?

Wir verfügen über ein Netz von qualifizierten Händlern, das wir auch noch
weiter ausbauen. Unterstützt wird es durch Dynabrade-Anwendungstechiker
mit Vorführbussen, die mit bis zu 300 Maschinen bestückt sind, um vor Ort,
direkt in den Betrieben, Schulungen anzubieten.

Ein zentrales Trainingscenter gibt es nicht?

Doch, erst vor Kurzem wurde im slowakischen Levoca unser „Learning and Development
Center“, kurz LDC, eröffnet, auf das wir sehr stolz sind. In einem Gebäude
aus dem 14. Jahrhundert wurde alles, was an moderner Präsentations-,Schulungs- und Konferenztechnik zur Verfügung steht, harmonisch integriert.
Kunden und Mitarbeiter aus ganz Europa, aus dem Reparaturbereich, aber
auch aus der Automobilindustrie – daraus erklärt sich auch der Standort –
können sich hier in einem einmaligen Ambiente treffen.

Kommen wir noch einmal zurück zum deutschen Refinish-Markt, der ja hart
umkämpft ist, auch im Bereich der Schleif- und Poliersysteme. Wie beurteilen
Sie die Chancen, mit Ihren Produkten noch mehr Boden zu gewinnen,
und wie positionieren Sie Ihre Produkte am Markt?

Wir sind der Meinung, wir haben nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen in der
Industrie einen großen Vorteil, wenn es darum geht, Systemlösungen zu bieten.
Das zeigt sich an vielen Beispielen: an unserem einstufigen Polierprozess, an
einem ganz neuen System zur Reparatur von Scheinwerfern, aber natürlich
auch am Schleifprozess selbst. Dazu kommt, dass wir hohe Industriequalität
zu Preisen bieten können, bei denen die Anbieter, die den Refinish-Markt beliefern,
kaum mithalten können. Speziell der deutsche Markt bietet für uns daher
sehr große Potenziale.

Herr van Glabeeck, Herr Pavlovic, vielen
Dank für das Gespräch.

Quelle:Lackiererblatt.de

 

 

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