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| Der Beruf Fahrzeuglackierer Hier geht es um den Beruf Fahrzeuglackierer. |
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#13 | |
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Papierpresser
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Zitat:
Unser Meister war vorher in einer anderen Lackiererei (die mit dem großen Stern). Dort mußte er richtig mit ranhauen. Und jetzt macht er einen faulen Lenz. Ich habe auch manchmal das Gefühl, das er das selbe system bei uns einführen will, wie es Mercedes hat (obwohl er das System selber blöde findet). @ rene: Der Meister ist bei uns nun schon 2 oder 3 Jahre. Und genauso lange wollten wir mit ihm sprechen. Aber irgendwie klappt das nie. Da fehlt der Zusammenhalt. Einzeln kannst du mit ihm sprechen, aber er verhindert irgendwie das Gruppengespräch (weil er wohl ahnt, das er dann einen Arsch voll bekommt). |
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#17 |
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Team Leader
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schön , das ich das hier von der Seitenauslinie betrachten kann. Es ist doch so, die Auftragslage in der Lackierbranche sieht doch bescheiden aus, vor paar Jahren gab es keine Autos mit gelber Haube vom Schrottplatz , rostschutzfarbener Kotflügel aus der Sprayflasche vom Baumarkt, die Kiste selber original blau metallic. (max. im Ruhrpott oder so)
Die Leute haben kein Pulver mehr für des deutschen liebstes Kind. Die wirtschaftlichen Totalschäden bei kleineren Schäden (Airbag gekommen , Steuerteil muss auch raus etc.) sind auch nicht gerade förderlich. Viele Lackierbetriebe flüchteten in Ketten , man könnte fast sagen "Drückerkolonnen" über Versicherungen (ich sag jetzt keinen Namen) wo sie , um die Aufträge zu bekommen, den Anbietern 35% Rabatt auf Material und Arbeitsleistung gewähren, die Verbringung der Fahrzeuge kostenlos anbieten,und das zu Zeiten ,wo die Kosten für Brennen der Kabine (Heizölpreis) längere Brennzeiten für die doch so umweltfreundlichen Wasser - und HS-Lacke (jagen wir halt mehr Abgas über die Brenner in die Luft) explodieren. Vielleicht könnt ihr jetzt den Meister besser verstehen........... er wird von zwei Seiten in den Arsch getreten , von der Geschäftsführung und dem Personal. dazu kommt noch, Lösemittel machen matschig in der Rübe , da hilft auch keine Maske, merk ich ja an mir selber.
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..........der Weg ist das Ziel ! |
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#18 |
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Spiegellackierer
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Bei uns ist es ganz ähnlich
Unser Meister (ich zweifel an seinen können ) ist auch so ein faules Stück. Den sieht man ständig nur am telefon und am Rechner. Und wenn es dort keinen Spaß mehr macht, bekommen unsere Lehrlinge eins auf dem Deckel. Und die sind jetzt im September im 2.Lehrjahr, und kennen Spachtel und Füller nur ausm Fernglas ! Autos puzen von morgens bis Feierabend ! Es gibt Tage da fegen die Srohballen wie im Western Film durch die Halle, und Meister bekommt hummeln im Arsch und lässt uns die Bude streichen. Dann kommt ein Wagen rein und schon macht der Hektik als ob die Bude voll wäre ....ach ja, der wird nächste woche abgeholt !Er erzählt uns dann hierfür brauchst du 1 Std, dafür 20 min, dafür 30 min .... Der macht einen total bekloppt. Ich hör lieber auf zu schreiben, das regt mich so auf.....muß mich nicht ermutigen mir Montag nen gelben zu holen. Naja....ist wohl überall das selbe |
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#19 |
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Kotflügel Lackierer
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Ohne Euch zu nahe treten zu wollen, denke ich mal Ihr arbeitet im Westen, denn bei uns ist das was Ihr als unzumutbar anseht der graue Alltag.
Die Alternative? Sozialamt! Aber schauen wir uns doch mal so einen Alltag an. Die Firma hat einen Öffnungstermin, zu der Zeit wird aber schon lange gearbeitet. Hier ist es noch recht ruhig, denn keine Kunden müssen betreut werden. Dann irgendwann ist es vorbei mit der Ruhe. Ein Kunde kommt. Wer einen Kunden wegschickt, schickt den nicht nur für dieses eine Mal weg, sondern dieser Kunde wird nie mehr wieder kommen. Ausserdem werden einige darauf bestehen, dass auch im Versicherungsschaden einer anderen Werkstatt, keine Zusammenarbeit mit dieser dann geführt wird. Und die jeweilige Werkstatt wird einen Teufel tun und seinen neuen Kunden verärgern. Ob er es merkt oder nicht! Mal ganz davon abgesehen, dass man Kundschaft niemals wegschicken darf, muss diese dann natürlich auch bedient werden. Fragen werden beantwortet und eine Beratung muss auch erfolgen. Und das braucht nunmal Zeit. Ist der Kunde nun weg und hat seine Formulare unterschrieben, ist nur die Spitze des verwalterischen Berges weg. Aber nehmen wir einmal einen Versicherungsschaden. Der Kunde soll seinen Schaden von der Versicherung mit den 3 Buchstaben beglichen werden, der KUH* (* Name verändert . Nun ist bekannt, dass diese Versicherung nicht zahlt. Also muss eine Reparaturfreigabe erfolgen, natürlich schriftlich und das macht man via Fax und Telefon. Aber das kann schon eine Weile dauern. Nun ist dieses dann erfolgt, kommt noch die Rechnung zu stellen. Vorab wurden dann aber auch schon Preise für Materialien angefragt und ggf. bestellt, dass Ihr was zum Arbeiten habt. Genauso auch anderes Werkzeug.Die Lieferanten wollen natürlich auch unterhalten werden, denn dann werden sie schon mal großzügiger mit eventuellen Rabatten oder extra angelegten Sonderaktionen. Also muss hier auch einer sich darum kümmern. Aber gut, das Angebot ist erstellt, die Rechnung ist noch druckfrisch und die Kohle kommt nicht. Nun muss der Anwalt ran und eine Mahnung erfolgt. Eventuell noch Gerichtstermine. Die Bank hat vielleicht auch noch ein gewisses Interesse, was mit Krediten gemacht wird und natürlich auch die Krankenkassen, sowie der Fiskus. Letzter möchte ja seine Daten schon elektronisch haben. Das heisst zwar teilweise mehr Einarbeit und erhöhte Mehrkosten, aber das interessiert ja keinen. Nun wird noch schnell was kopiert und....ach mist, der Kopierer ist futsch. Das muss wohl nun noch einmal ausgedruckt werden und der Kopierer muss repariert werden. Ein schlechter Tag, aber kommt nun mal vor. Der Drucker meckert auch schon, weil die Toner sich dem Ende neigen und auch hier müssen verschiedene Materialien bestellt werden. Nach einem Preisvergleich, weil sich die Preise immer ändern, werden gleich noch weitere Anschaffungen getätigt. Okay, so einen Mehraufwand hat man nicht immer, aber es kann schon sein. Unsere Lieferanten sind zufrieden und liefern pünktlich. Alles funktioniert und die Versicherung zahlt auch. Die Verwaltung läuft jetzt reibungslos und noch immer ist da ein riesen Brocken an Verwaltung vor einem, Da kommt schon der nächste Kunde. Der möchte etwas schick lackiert haben, hat aber noch nicht wirklich eine Ahnung. Nach einigen Minuten schlägt man viele Dinge vor und vernichtet den einen oder anderen Traum, da diese wohl die preislichen Dimensionen sprengen. Der Kunde überlegt sich etwas neues, hat sich aber schon einmal einen Überblick verschafft. Kurze Zeit später kommt schon der nächste, denn die Tuningsaison ist im Laufen und die Jungs und Mädels haben Blut geleckt. Nebenbei rufen noch einige Unternehmen an, ob man nicht noch schnell ein paar Kleinteile lackieren könne. Einen Kunden wegschicken? Niemals! Das kommt der Unterzeichnung des eigenen Todesurteils nahe. Irgendwie muss man das noch reinquetschen, denn es handelt sich um einen guten Kunden. Die paar Überstunden werden schon niemanden wehtun, denn schliesslich haben sie ja einen Job und sollten froh sein. Da kommt schon der nächste Anruf. Ein weiterer Versicherungsschaden einer Werkstatt. Okay, schnell alles durchrechnen und vielleicht muss man sich das noch genauer anschauen. Aber er kommt vorbei. Das Angebot ist auch schon so gut wie gedruckt. Ach mist, jetzt hat man schon die Mittagspause vergessen. Na gut, einen Tag kann man sein Mittag auch mal auslassen. Und dann schon der nächste Kunde. Dieser möchte aber nichts aussen lackiert haben, sondern die verschiedenen Innenraumteile. Nunja, eigentlich kein Problem, aber unter anderem auch die HiFi-Anlage. Diese aus GFK zu begutachten dauert auch eine kurze Zeit und auch hier muss man wieder ein Angebot schreiben. Nebenbei flatten auch von verschiedenen Leuten Standartanfragen ein und die Lieferanten schicken neue Kataloge. Aber die schauen wir uns an einem anderen Tag an. Okay, das sind jetzt vielleicht 4 Aufträge gewesen. Immerhin. Der Tag ist ja aber noch lang. Und schon der nächste Anruf. Auf dem Hof fährt auch schon wieder ein weiteres Fahrzeug. Unbekannt. Ach, das ist der Vertreter XY, der mal nach dem Rechten schaut. Mitbei hat er wieder eine Liste an neuen Produkten, alten Klassikern zu Sonderkonditionen und die Restpostenliste. Und siehe an, da ist was dabei. Noch schnell checken, ob sich das auch wirklich lohnt und bestellen. Einfach via Fax. Nun gut, der Vergleich hat etwas gedauert, aber egal. Ein Schnäppchen. Da klingelt die innere Uhr. Ein Kunde wollte kommen und sein Fahrzeug abholen. Aber dieses ist noch nicht wirklich fertig. Also schnell die Peitsche geholt und Druck gemacht. Denn die Kostenplanung zeigt, dass Arbeiter A einfach zu langsam ist. Theorie und Praxis sind zwar verschiedene, aber es gibt nunmal Richtwerte und die müssen eingehalten werden. Alles was man darüber braucht, wird einem nicht bezahlt. Wird die Arbeit aber nicht ausgeführt, gibt es gar kein Geld. Miese Situation, aber da muss man nun durch. Der Tag ist aber noch nicht beendet. Etwas Buchhaltung, dass man nicht nachher einen riesen Berg hat und nichts anderes mehr machen kann, dann Feierabend. Aber nein, denn die nächsten Angebote müssen geschrieben werden. Und wenn man das nicht macht, verärgert man sich ja seine Kunden. Einige Gegenfragen vielleicht noch einmal und dann ist das auch fertig. Ein Kollege hat ein Problem. Mist, das nun auch noch. Ein Teil ist kaputt gegangen. Der Kunde soll aber von dieser Aktion keinen Wind bekommen, denn dieser ist ja eh etwas pingelig. Also noch schnell das Teil auftreiben. Anders geht es nunmal nicht. Und dann muss man nun auch schonmal schnell raus. Schliesslich drücken Termine. Die Bank möchte vielleicht auch noch einmal in die Bücher schauen und irgendwie stimmen die Zahlen nicht richtig. Zuviel Arbeit, zu wenig Kostenbegleichung. Die 3te Mahnung an Kunde B ist auch schon raus und man kann ja noch schnell denen ins Gewissen reden. Vielleicht überweisen sie ja schon einmal einen Teil. Bei deinen kriselt es ja auch gerade und da ist es besser erst einmal schnell etwas zu bekommen, als nachher gar nichts zu erhalten. Das funktioniert auch. Ein Telefonat hilft meist auch. Die anderen Mahnungen sind auch schon gedruckt und da bleibt auch noch einmal Zeit, sich mit der befreundeten Werkstatt auseinander zu setzen. Diese haben immer schöne Ideen und man kann ja in Symbiose arbeiten. Das fruchtet als Team auch ungemein. Und schon wieder werde ich erwartet. Mist, ich habe den Ausstellungstermin vergessen. Nun gut, die Messe wird noch einmal schnell geplant und irgendwie schaffen wird das schon. Aber ich brauch noch einige CarShapes mehr, einige Ständerwerke und dann noch einige Kotflügel. Hatten wir da noch welche? Ich glaube schon. Die kann noch schnell einer fertig machen, schliesslich ist das eine gute Werbung. Und Werbung heisst Aufträge. In der Firma wieder angekommen, schlägt die Uhr schon bitterlich viele Überstunden. Mist, schon wieder. Ach was solls, mittlerweile sind wir es ja gewohnt. Und immer noch besser, als zu Hause vor dem Fernseher sitzen zu müssen und sich Vera am Mittag an zu tun. Und auch das ist nur ein kleiner Auszug, was an Verwaltung einer Firma steckt. Das schlimme daran ist nur, dass sich der Aufwand nicht proportional zur Größe berechnen lässt, sondern immer ein gewisser Mindestaufwand betrieben werden muss. Je größer und strukturierter diese dann sind, desto weniger wird es dann, proportional zu kleineren. Und dann fällt auch sicherlich ein Gehalt mehr ab, für jemanden, der sich darum kümmert. Ich hoffe mal, dass war jetzt genügend Löschwasser, denn ich kenne beide Seiten. Die des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers. Und wenn alle mal ein wenig mehr Verständnis für einander zeigen würden und nicht eine automatische Blockierhaltung angenommen wird, wäre das ein besseres Arbeiten. Momentan gibt es bei uns auch immer ein Motto: "Früher anfangen, dafür dann später aufhören." Warum? Weil wir damit unser Geld verdienen müssen und man es sich nicht leisten kann, Kunden durch Nichtbedienung zu verlieren. Und das sollte man immer im Hinterkopf haben. Denn irgendwann werden die Zeiten wieder schlimmer und gähnende Leere schmückt die Werkstatt. Man ist trotzdem da und möchte ja seinen Lohn haben. Gearbeitet wurde aber trotzdem nicht wirklich. Ich würde es als Arbeitsgeber auch nicht akzeptieren, dass in einer rezessiven Phase geruht wird. Dann können die Arbeiter ruhig mal Ordnung schaffen und die Halle auch mal streichen. Niedere Arbeit vielleicht, aber wenigstens ein bisschen muss ja auch die Entlohnung gewährleistet sein ![]() Wem das alles zu viel ist, hat immer die Wahl. Und niemand ist unersetzbar. |
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