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#1 |
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Team Leader
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Hohe Schule der Lackierung
Die hohe Schule der perfekten Lackierung Farbton ist nicht gleich Farbton - eine Binsenweisheit, deren Folgen aber trotzdem dem Lackierer das Leben erschweren. Durch äußere Einflüsse sowie durch Verschiebungen schon während der Produktion ergeben sich auch bei Autos aus der gleichen Serie Farbtonunterschiede, die bei einer fachgerechten Reparaturlackierung natürlich nachgestellt werden müssen. Wichtig: Farbtonvergleich immer bei Tageslicht, aber nicht im direkten Sonnenschein vornehmen! Vergleichsweise einfach ist die (Nach-)Nuancierung bei Uni-Lacken: Hier sollte der Lackierer zunächst die Mischformel für die gesuchte Farbe herausfinden und den Farbton ausmischen. Wichtig ist es, den Lack in der Dose gut umzurühren, damit sich die Pigmente gut verteilen. Durch eine Farbtonprobe, bei der der nasse Lack mit der Originallackierung verglichen wird, kann man beurteilen, ob der Farbton stimmt. Allerdings darf man nicht vergessen, dass der Lack beim Trocknen um einige Nuancen dunkler wird. Auf Nummer Sicher geht man daher mit einem Spritzmuster, bei dem der Reparaturlack auf ein Musterblech aufgespritzt und beschleunigt getrocknet wird. Wichtig: Farbtonvergleich immer bei Tageslicht, aber nicht im direkten Sonnenschein vornehmen! Stimmt die Farbe nicht genau überein, muss nachnuanciert werden. Dazu geben die Lackhersteller Tabellen, Farbtafeln und andere Anleitungen heraus, die zum Auffinden der richtigen Abtönfarben nützlich sind. Grundsätzlich gilt: Weiß bestimmt die Helligkeit und bringt die Leuchtkraft vieler Pigmente erst zur Geltung. Schwarz macht Farben dunkler und schmutziger und verringert die Leuchtkraft der Buntpigmente. Auf den Blickwinkel kommt es an - Metallic-Lacke nuancieren Im Prinzip werden Metallic-Lacke nach den gleichen Regeln nuanciert wie Uni-Lacke. Allerdings besitzen Metallic-Lacke zwei Farbwirkungen: die Draufsicht, die aus dem rechten Winkel wahrgenommen wird und die Schrägsicht, bei Betrachtung aus einem spitzen Winkel. Deshalb müssen Metallics auf beide Wirkungen hin abgestimmt werden. Schließlich soll die reparierte Stelle auch aus unterschiedlichen Winkeln nicht unterschiedlich aussehen. Der richtige Farbton kann auch hier mit letzter Sicherheit nur durch einen Vergleich der Originallackierung mit einem Spritzmuster bestimmt werden. Bei Farbunterschieden gibt es eine ganze Reihe von Regeln, die helfen, die Reparaturlackierung perfekt auf den bestehenden Lack abzustimmen: * Zum Abtönen sollten in erster Linie Mischlacke verwendet werden, die auch in der Farbrezeptur enthalten sind. * Mischlacke zum Abtönen müssen immer lasierend sein, weil deckende Pigmente die Alu-Plättchen zudecken und damit den Metallic-Effekt zum Verschwinden bringen. * Metallic-Farbtöne können mit Mischsilber aufgehellt werden. In geringen Mengen hellt es eher die Draufsicht als die Schrägsicht auf. In größeren Mengen hellt es die beiden Ansichten unterschiedlich stark auf, abhängig von der Feinheit des verwendeten Silbers: grobes Silber beeinflusst die Schrägsicht weniger als feines. * Das Silber beeinflusst auch die Brillanz der Buntfarben - je gröber desto leuchtender. * Geringe Beigaben von Weiß (bis 5%) hellen eher die Schrägsicht als die Draufsicht auf. Vorsicht bei größeren Beimischungen von Weiß - sie reduzieren den Metallic-Effekt. Neben der Mischrezeptur ist gerade bei der Lackierung von Metallics die Spritztechnik von größter Bedeutung. Schon durch eine geringfügige Änderung lässt sich oft eine erstklassige Farbtonübereinstimmung erzielen. Grund: die besonderen Eigenschaften der Aluminiumplättchen. Hier ein paar goldene Regeln: Bei sehr nassem Farbauftrag setzen sich die Alu-Partikel im unteren Teil der Lackschicht ab und nehmen vor dem Trockenen eine aufrechte Position ein. Sie reflektieren das Licht dann durch den durchscheinenden Teil des Lackfilms. Die Folge: eine dunklere Draufsicht und eine blassere Schrägsicht. Der umgekehrte Effekt, eine blassere Draufsicht und eine tiefere Schrägsicht entsteht bei sehr trockenem Lackauftrag. Dann können sich die Aluminiumplättchen nämlich nicht absetzen oder aufstellen, und vom durchscheinenden Lackfilm ist weniger sichtbar. Auch die Werkstatt-Temperatur, die Einstellung der Spritzpistole, und die Verdünnung beeinflussen das Ergebnis. Eine genaue Übersicht der Auswirkungen aller dieser Faktoren auf den Farbton geben wir in der nebenstehenden Übersicht. Letzte Möglichkeit zur Farbtonangleichung ist die Beilackierung. Kleine Farbtondifferenzen kann man - unabhängig vom Spritzverfahren und anderen äußeren Einflüssen - durch die sogenannte Tröpfchenmethode ausgleichen. Dabei wird der Spritzdruck gering gehalten und der Basislack auslaufend von der reparierten Stelle auf die umliegende Fläche aufgetragen. http://www.autoreparaturlacke.de/sei...er-lackierung/ Quelle: autoreparaturlacke.de Geändert von Holger (25.06.2009 um 19:01 Uhr). Grund: Direkten Link eingefügt, so kann man die Beeinflussung der Nuancen selbst nach Lesen. |
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#3 |
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Kotflügel Lackierer
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Super Sache deine kurze Schule der perfekten Lackierunrg.
Das war z.B. bei meiner letzten Lackierung das Problem, das der Farbton nicht genau passte. Hab dann auch erst herausgefunden das z.B. der richtige Spritzdruck eine entscheidente Rolle spielt und mir gleich noch ein Anbaumanometer von Sata gekauft, was direkt vor die Pistole kommt. Sehr praktisch!!! Das sind gut investierte 25 Euro. Gruß Micha
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Carpe diem...! |
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#7 | |
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Lackmischer
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Zitat:
gruß steffen |
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#8 | |
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Stossstangen Schleifer
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Zitat:
hab da schon einiges erlebt von kunden die unsere produkte (ppg) mit denen anderer hersteller gemischt haben und dann noch der meinung waren wir hätten für den schaden aufzukommen ![]() kann sogar sein dass sich produkte vom gleichen hersteller nicht vertragen, wenn es nicht zum gleichen system gehört |
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#9 |
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Stossstangen Schleifer
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Hi, man kann sowohl bei konventionellen wie auch bei Wasserbasislacken im Metallic/perl-bereich 10 verschiedene (und mehr) nuancen/effekte mit ein und dem selben Farbton erzielen. Habe es mal ausprobiert um das einem Lehrling zu beweisen. Einen Silberton ausgemischt und 10 Musterbleche gespritzt mit:
unterschiedlichem Druck, Spritzabstand, mehr oder weniger Einstellzusatz, nass/trocken lackiert, mehr oder weniger Spritzgänge, verschiedene Untergrundtöne usw. usw. btw. Musterbleche nicht liegend also waagerecht spritzen da selbst da der Farbton anders wirken kann als in senkrechter Position. Man sollte sich schon an die Herstellerangaben halten und gut wissen was man macht ehe man "rumexperimentiert". Ich meine damit das der Profi schon ein wenig "Spielraum" hat und wenn er weiß was er macht, den Farbton durch die passende Spritztechnik in die Richtung steuern kann die er möchte^^ Vom mischen unterschiedlicher Hersteller rate ich auch ab. Das kann böse enden. MfG Watz |
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#10 | |
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Lackierer
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Zitat:
Sehr schön beobachtet. Hinzufügen möchte ich noch folgendes. Bei der Urmusterherstellung werden hunderte Mustertafeln eines Farbtones unter absolut standardisierten Bedingungen, mit ausgesuchten Pistolenkörpern und Luftkappensätzen hergestellt. Bei dem Abgleich und der Verteilung (man braucht je nach Hersteller vielleicht 20 Tafel) werden dann höchsten 5 gleiche Platten gefunden, alle anderen Urmustertafeln haben einen Abweichungsaufdruck und sind eben heller, roter oder, oder Den größten Fehler für eine Farbtonverschiebung hast DU aber nicht aufgeführt – es ist mit Abstand die Viskosität und die wird im Handwerk leider so sehr vernachlässigt. |
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| Stichworte |
| beeinflussung, farbnuancen, metalliclackierungen |
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