Designer der BASF präsentieren globalen Trendbericht / Warten auf Grün

13. Juli 2012

Natürlich kultiviert“ zeigen sich die automobilen Farben in Zukunft.

Nuancierte Beeren- und Kupfertöne bereichern die Farbpalette von morgen ebenso wie die Naturfarben Braun, Blau und Grün, das eine Wiederentdeckung erleben wird. Während Grün in den letzten Jahren kaum eine Rolle im Straßenbild spielte, soll die Farbe in vier bis fünf Jahren an Popularität gewinnen. Das geht aus dem gerade veröffentlichten Trendbericht 2012/2013 der BASF-Designer hervor.

Entwicklungen in der Farbwelt zeigen sich vor allem jenseits der Farbkonstanten Schwarz und Silber. Der von den BASF-Experten vor Jahren prognostizierte Brauntrend hält an. Die Farbe liegt beispielsweise schon bei knapp sieben Prozent der Neuzulassungen in Deutschland und wird auf diesem hohen Niveau bleiben. „Es zeichnet sich ab, dass das Bedürfnis nach mehr Farbigkeit auf den Straßen anhält und wir zukünftig weitere Farbräume erschließen werden, wie Bronze- und Smaragdtöne. Neue Bedeutung gewinnt auch Grün“, erklärt das globale Designteam im Bericht. Mark Gutjahr, Leiter Design Europa blickt voraus: „Der nach wie vor hohe Stellenwert des Ökologiethemas darf sich wieder in der Farbe Grün zeigen und bringt die Farbe in vier bis fünf Jahren wieder auf die Autos – so lange dauert es etwa, bis eine Trendfarbe auf den Straßen zu sehen ist. Wir müssen also noch etwas auf Grün warten.“

 

Grün ist jetzt schon ein Farbton in der aktuellen Trendprognose der BASF-Designer aus Amerika, Asien und Europa, der gesellschaftliche Strömungen zugrunde liegen:

 

Neue Vielfalt

 

Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt uns nach wie vor und rückt nicht nur die Umwelt, sondern auch die Alltagswelt immer gezielter ins Blickfeld. Gutjahr: „Hierdurch erkennen wir, dass sich Produkte weltweit zunehmend angleichen. Einerseits führt das zu einer neuen Wertschätzung von Vergangenheit und Traditionen wie z.B. dem Handwerk. Andererseits versucht man, durch gezieltes Kombinieren und Auswählen von Nischen wieder mehr Vielfalt zu ermöglichen.“ Auch bei den automobilen Farben werden Nischen neu entdeckt. Hier zeigt sich ein lang ersehntes, intensives Grün. Zudem erweitern Farbtöne wie Rubinrot und Blautöne die Palette.

Erlebbare Materialien

 

In Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft  lösen die modernen Kommunikations-technologien große Veränderungen aus . Tonangebend sind dabei Phänomene wie die zunehmende Entmaterialisierung der Technologie. In Zukunft wird Technologie weniger haptisch greifbar, sondern immer intuitiver, beispielsweise hat sich bei Smartphones die Tastatur zum Touch-Display entwickelt. „Wir beobachten im Gegenzug neue erzählerische und haptische Qualitäten in vielen Bereichen. Schwere Stoffe, markante Oberflächen und ausdruckstarke Materialien wie Holz und Stein sorgen für eine stärkere emotionale Aufladung unserer Lebenswelt. In der Automobilwelt dürfen wir daher mit intensiver Farbigkeit und starker Effektgebung rechnen“, so Corinna Sy, Designerin BASF Coatings Europa. „Die neuen Farben sind ausdruckstark, aber nicht plakativ, wie eine gute Story.“ Mit dunklen Beerenfarbtönen, intensiven Braun- und Kupfertönen sowie leuchtenden Smaragdtönen erwarten die Designer starke Farberlebnisse auf den Straßen.

 

Globales Team, spezielle Farben für China

 

Die Automobilhersteller arbeiten und denken global. Daher ist auch das Designteam der BASF global aufgestellt und filtert weltweite Strömungen heraus ohne dabei regionale Besonderheiten oder Farbtrends außer Acht zu lassen. Um der zunehmenden Bedeutung der wachsenden Automobilindustrie in Asien-Pazifik und insbesondere der lokalen Hersteller Rechnung zu tragen, haben die Designer deshalb spezielle asiatische und chinesische Farbtöne in ihre Trendkollektion aufgenommen. Die asiatischen und die chinesischen Trends werden in der Region Ende Juli vorgestellt.

 

 

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